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Schiffbruch

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Wie Teelichter auf einem Fluss der Vergessenheit

entfernen sich die Wörter

sanft schaukelnd.

Langsam aber sicher

entgleiten sie uns;

unmöglich das Verweilen.

Im Streit der Gewässer

eilen sie flussabwärts,

sie geraten ins Schwanken,

manchmal erlischt das Licht, es riecht

nach flüssigem Wachs,

wenn sie umfallen

besiegeln sie ihr Schicksal,

stummer Rauch steigt auf

und sie ertrinken.

Die Vergangenheit hat der Gegenwart

nichts zu sagen.

Allein die Zukunft glüht noch,

brüchig und schön wie das Unerreichbare.

Wie lange bevor sie in Dunkelheit versinkt,

weiß niemand.

Ein Kiel voller Löcher.

Von weit her nimmt man ein schwaches Flimmern wahr,

man sieht ihre flackernden Geister erleuchten

immer noch.

Wir bleiben zurück.

Manchmal kommen die Lichter an einer ruhigen Bucht stehen:

Dort, wo der turbulente Fluss einen Bogen macht

um eine riesige alte Eiche,

dort summen sie noch, die überlebenden,

dort geben sie Laute von sich,

sich gegenseitig suchend und gegenseitig

vermissend.

Ich sitze hier am Ufer und zähle

zähle

zähle

die kalten Sterne am Nachthimmel,

die vielleicht so gar nicht mehr existieren.